Earth Day 2020
StadtNatur: Vernetzt, klimaaktiv, lebenswert – lasst die Städte blühen!
- »
- Über uns
- »
- Earth Day – Archiv
- »
- Earth Day 2020
Earth Day 2020: StadtNatur

Vernetzt, klimaaktiv, lebenswert – lasst die Städte blühen!
StadtNatur ist wertvoll: Eine Stadt – auch eine dicht bebaute Stadt – ist längst ein Stück Natur. Kein Widerspruch! Die Stadt ist eingebettet in die komplexen Zusammenhänge der Natur. Eine Chance für die grünen Städte von morgen. Stadtnatur ist wertvoll. Grünanlagen können die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung erheblich senken. Grüne Architektur mit Gründächern, Vertikalgrün, Bäume und Sträucher, begrünte Hausfassaden können dem Klimawandel trotzen. Für die heimische Tier- und Pflanzenwelt sind städtische Grünräume wichtig. Stadtgrün ist ein erfüllendes Motto – zu sehen und erleben, wie etwas wäschst, gedeiht und grünt.
Beim Urban Gardening, dem Gärtnern in der Stadt, kann jeder seine Ideen selbst verwirklichen.
Dem urbanen Menschen wird es erfahrbar, dass er ein Teil einer umfassenden Natur ist, für die er Verantwortung trägt. Jeder kann ein Beispiel geben und sich engagieren.
Darüber hinaus geht um vorausschauende Maßnahmen, die städtebauliche, infrastrukturelle und vor allem landschaftlich-ökologische Robustheit beinhalten und somit die Verletzlichkeit unserer Städte minimieren und zu ihrer strukturellen Stärke beitragen. Was global seine unbedingte Berechtigung hat, gilt erst recht lokal: Externe Schocks und Krisen schlagen sich in den Städten und Gemeinden nieder.
„Jeder kann sich aktiv für den Klimaschutz einbringen. Es gilt keine Zeit zu verlieren“, fordert Earth Day Präsident Thomas Dannenmann.
Zum Earth Day Motto, „StadtNatur – vernetzt, klimaaktiv, lebenswert – lasst die Städt blühen!“, befragte „Earth Day Press“ die Marburger Naturschutz-Biologin Professor Dr. Birgit Ziegenhagen.
Wie können Pflanzen auf die Umweltveränderungen durch den Klimawandel reagieren?
„Pflanzen und Bäume können ja nicht weglaufen“, erklärt die Wissenschaftlerin Dr. Birgit Ziegenhagen. „Bei langlebigen Organismen wie Bäumen wirken sich sichtbare Effekte erst über längere Zeiträume aus. Wenn einige Individuen verlorengehen, heißt es nicht zwingend, dass die Population ausstirbt.“ Die gute Nachricht sei, dass Pflanzen eine eigene Überlebensstrategie beinhalten.
Pflanzen und Umwelt, wie ist die Interaktion?
„Pflanzen können sich in ihrer genetischen Struktur auch plastisch verhalten. Sie nehmen ihre Umwelt wahr, mit der sie als stationäre Wesen verbunden sind. Sie sind nicht immer hilflos. Pflanzen reagieren mit ihren Zellen in einem vielschichtigen Prozess“, sagt Dr. Birgit Ziegenhagen. Das Überleben beispielsweise von langlebigen Organismen, wie Bäumen, hänge weitgehend davon ab, ob es diesen gelingen kann, ihre Merkmale zu variieren und sich dadurch an die ständigen Umweltveränderungen anzupassen.
Die Wissenschaftlerin Ziegenhagen plädiert für das Aufforsten der Städte. „Verfügen Bäume in der Stadt über eine hohe Plastizität, so können diese dadurch eine individuelle Anpassungsstrategie entwickeln.“ Diese Interaktion zwischen Umwelt und Genetik sei eine wichtige Antwort auf den Klimawandel.
Umso wichtiger sei es, immer mehr Bäume gegen den Klimawandel in die Städte zu verpflanzen. Hier ist eine innovative Stadtarchitektur gefragt. Beispiel: Bäume mit der genetischen Diversität, wie die Weißtanne scheinen sich „klimafit“ zu verhalten. Durch ihre hohe Plastizität kann sie sich optimal anpassen an Trockenheit, Hitze und Stürme.
„Zukunftsfähig sein heißt, ein Steinchen rein werfen, dann bilden sich Ringe, wie im Wasser und dann ist die Fläche gut besetzt und bildet ein vernetztes Mosaik,“
erklärt die Ökologin Professor Ziegenhagen.
"StadtNatur" - Radiobeitrag zum Earth Day 2020
https://www.radioq.de/2020/04/earthday-in-zeiten-von-corona/Mach mit. Geh voran. Lebe bewusst nachhaltig.
Earth Day Motto 2026 in Deutschland:
Mach mit. Geh voran. Lebe bewusst nachhaltig.
Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft
Veränderung beginnt nicht irgendwann. Sie beginnt jetzt. Und sie beginnt bei uns. In unseren Städten, unseren Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Haushalten und Arbeitsplätzen.
International wird das Motto „Our Power, Our Planet“ weitergeführt. Es liegt in unserer Macht, sich für unseren Planeten einzusetzen. 2026 steht es in Deutschland für das, was Menschen gemeinsam bewegen können. Für Verantwortung, die Mut macht. Für Entscheidungen, die unseren Alltag besser, gesünder und zukunftsfähig machen. Um voranzugehen oder mitzumachen, um unsere Umwelt zu schützen und damit das zu sichern, was unseren Alltag trägt: bezahlbare Lebenshaltungskosten, Gesundheit, verlässliche Infrastruktur und eine stabile Zukunft.
Nachhaltigkeit ist kein Verzicht. Sie ist eine Chance auf saubere Luft, sichere Energiequellen und auf Orte, an denen wir gerne leben wollen. Gerade in bewegten Zeiten zeigt sich, wie wertvoll gemeinsames Handeln ist. Wenn Menschen zusammenkommen, entstehen Lösungen, die bleiben.
Energie ist mehr als Strom.
Sie ist Kreativität.
Mut.
Zusammenhalt.
Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft


